«Man muss Menschen mögen»

Flavio Egli, Privatkundenberater Classic, über seinen Umweg von der Zimmerei ins Beratungszimmer, über Transparenz als Grundsatz der Kundenbeziehung und warum Ehrlichkeit langfristig mehr zählt als jeder Abschluss. Aufgezeichnet von Nik Thomi.

Mit 21 Jahren war mir eines klar: Ich wollte nach Zürich, zu einer der grossen Banken, in den internationalen Handel. Nach meiner Banklehre in Bern hatte ich dafür alles in Bewegung gesetzt. Ich reiste nach Boston und New York, besuchte dort eine Sprachschule und lebte bei einer Gastfamilie. Danach arbeitete ich in Saas-Fee in einem Ski-Shop, um dank der internationalen Gäste mein Englisch weiter zu verbessern. Der Bewerbungsprozess bei einer Grossbank in Zürich verlief verheissungsvoll. Doch kurz vor Vertragsunterzeichnung vollzog die Bank intern eine Restrukturierung und meine Stelle wurde gestrichen. Verständlicherweise war meine Enttäuschung gross. Doch rückblickend war es das Beste, was mir passieren konnte.

Ein Umweg, der sich gelohnt hat

Nach diesem Rückschlag wollte ich die Bankenwelt zunächst hinter mir lassen und etwas ganz anderes in Angriff nehmen. Ich begann eine Lehre als Zimmermann. Anderthalb Jahre habe ich durchgehalten. Die Arbeit war körperlich anspruchsvoll, emotional intensiv, und ich habe gelernt, unter Druck einen kühlen Kopf zu bewahren. Doch irgendwann habe ich gemerkt: Das ist nicht das, worüber ich abends erzählen möchte, wenn ich nach Hause komme. Ich suchte das offene Gespräch mit meinem Ausbildungschef. Seine Antwort begleitet mich bis heute: «Wir hätten gerne einen Zimmermann aus dir gemacht, aber es ist wichtig, dass du auf deinen Bauch hörst.» Ich löste den Lehrvertrag auf und bereits wenig später trat ich bei der DC Bank die Stelle als Privatkundenberater Classic an.

Dass ich die DC Bank vorher völlig falsch eingeschätzt hatte, gebe ich offen zu. In meiner Vorstellung war die DC Bank ein etwas verstaubtes Berner Bankhaus mit einem alteingesessenen, wenig flexiblen Team. Doch schon in den ersten zehn Minuten des ersten Bewerbungsgesprächs merkte ich, dass ich mich irrte. Junge, motivierte Leute, eine offene Kultur, eine klare Haltung zur Entwicklung der eigenen Mitarbeitenden und Werte, die auch wirklich gelebt werden. Das hat mich überzeugt.

«Von Finanzen muss man keine Ahnung haben. Man muss nur bereit sein, das Gespräch zu suchen.»

Was im Beratungszimmer wirklich zählt

Als Privatkundenberater Classic bin ich die erste Anlaufstelle, die Visitenkarte unserer Bank. Ich stelle Kundinnen und Kunden die Bank vor, schaue gemeinsam mit ihnen an, was sie beschäftigt, und vermittle bei Bedarf weiter an Spezialistinnen und Spezialisten im Anlagegeschäft oder im Bereich Finanzieren. Was mir in jedem Gespräch am wichtigsten ist: Transparenz. Ohne sie lässt sich keine echte Beratung führen.

Kürzlich kam ein Kunde zu mir, der mir ein Vorsorgeprodukt zeigte, das er bei einer anderen Bank abgeschlossen hatte. Es passte genau zu seinem Risikoprofil und war in den letzten Jahren gut gelaufen. Wir konnten im Vorsorgebereich keine gleichwertige Lösung anbieten. Ich habe ihm gesagt: «Sie haben hart für ihr Geld gearbeitet. Wenn Sie zufrieden sind, behalten Sie es so, wie es ist.» Das war die ehrliche Antwort. Ich bin überzeugt, dass er sich in zehn Jahren, wenn seine Pensionskasse ausbezahlt wird, an diesen Moment erinnern wird. An den Berater, der das Beste für ihn wollte, auch wenn gegenwärtig kein Abschluss zustande kam.

«Man muss Menschen mögen. Dieser Satz mit den vier M-Worten erklärt eigentlich alles, was gute Beratung ausmacht.»

Ich nutze verschiedene Tools, um zu erkennen, wo Handlungsbedarf bestehen könnte. Wer einen hohen Geldbetrag auf dem Privatkonto hält, aber im Jahr nur einen Bruchteil davon benötigt, lässt erhebliche Opportunitätskosten brach liegen. Im Ergebnis ist das vergleichbar mit Inflation: Das Geld verliert klammheimlich an Wert, ohne dass man es täglich merkt. Dann lohnt sich ein Gespräch, um gemeinsam mögliche Optionen zu prüfen.

Neulich habe ich eine Kundin mit attraktiven finanziellen Verhältnissen zu einem Kennenlern-Gespräch eingeladen. Sie brachte einen Stapel Post-it-Notizen mit, allesamt vollgeschrieben mit Fragen. Sie beteuerte frei heraus, dass sie keine Ahnung vom Bankgeschäft habe. Wir haben ihre Liste Schritt für Schritt abgearbeitet, Thema für Thema. Das sind für mich ideale Momente: jemand, der bereit ist, sich mit seinen Finanzen auseinanderzusetzen, auch ohne Vorwissen. Vom Finanzgeschäft muss man keine Ahnung haben, dafür kommt man zu uns.

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Flavio Egli

Zwischen Aare und Skipiste

Aufgewachsen bin ich in Fraubrunnen, heute lebe ich mit meiner Partnerin im Marzili. Zu Fuss neun Minuten von der DC Bank entfernt. Das mag wie ein Detail wirken, ist für mich aber mehr als das. Man hat gefühlt mehr Freizeit. Im Sommer spiele ich Tennis und geniesse die lauen Abende bei einem Apéro an der Aare. Im Winter bin ich oft auf den Skipisten anzutreffen.

Ankommen und weitergehen

Was mich in den letzten Jahren am stärksten verändert hat, lässt sich so beschreiben: Ich weiss heute, was ich will, und ich weiss, wie ich dorthin komme. Das bringt eine Ruhe mit sich, die ich früher nicht kannte. Zum ersten Mal im Leben habe ich das Gefühl, angekommen zu sein. Mein Lebensmotto lautet: Never fear a storm, learn to dance in the rain. Herausfordernde Phasen gehören zum Leben. Aber man muss lernen, trotzdem weiterzumachen.

Einen Ratschlag, den ich früh gelernt habe und der mich in der Beratung täglich begleitet, ist der Satz mit den vier M-Worten: Man muss Menschen mögen. Das ist, glaube ich, das Einfachste und das Wichtigste zugleich. Genau das lebe ich hier bei der DC Bank jeden Tag.

«Mein Lebensmotto lautet: Never fear a storm, learn to dance in the rain. Herausfordernde Phasen gehören zum Leben. Aber man muss lernen, trotzdem weiterzumachen.»

Flavio Egli

Steckbrief – Ihr Ansprechpartner

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Flavio Egli

Funktion: Privatkundenberater Classic

Bei der DC Bank seit: April 2026

Aufgewachsen in: Fraubrunnen

Wohnhaft in: Bern

Hobbies: Tennis, Skifahren, Zeit an der Aare und Apéros, polysportive Aktivitäten

Lebensmotto: «Never fear a storm, learn to dance in the rain»

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Flavio Egli

Funktion: Privatkundenberater Classic

Bei der DC Bank seit: April 2026

Aufgewachsen in: Fraubrunnen

Wohnhaft in: Bern

Hobbies: Tennis, Skifahren, Zeit an der Aare und Apéros, polysportive Aktivitäten

Lebensmotto: «Never fear a storm, learn to dance in the rain»

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