Eine Anlagestrategie festzulegen, ist das eine. Sie über Jahre beizubehalten, das andere. Märkte verändern sich, persönliche Ziele entwickeln sich weiter und Portfolios sollten deshalb immer wieder hinterfragt werden.
«Die Herausforderung liegt häufig nicht beim Anlageentscheid selbst, sondern darin, die Strategie über viele Jahre konsequent umzusetzen», sagt Marc Schuler. Genau hier werde der Aufwand oft unterschätzt. Wer sein Portfolio selbst verwaltet, trägt die Verantwortung für dessen laufende Überwachung und Weiterentwicklung. Das kann gut funktionieren, setzt aber Zeit, Interesse und die regelmässige Beschäftigung mit den Finanzmärkten voraus.
Fehlendes Fachwissen wirkt negativ
Studien zeigen, dass das Anlageverhalten vieler Privatanlegerinnen und Privatanleger oft von Unsicherheit, fehlendem Wissen und Vorurteilen geprägt ist. Personen, die bereits in ETFs investieren, beantworteten in einer STudie der HSLU und von finanzen.ch aus dem Jahr 2025 Wissensfragen meist korrekt. Wer keine Anlagen besitzt, verfügte kaum über Basiswissen, und die Mehrheit beantwortete Wissensfragen falsch. Wer ein Anlageprodukt nicht versteht, investiert seltener. Auch andere Studien festigen das Bild:
Viele Menschen kümmern sich nicht selbst um Anlagegeschäfte, weil ihnen Wissen, Sicherheit und Vertrauen fehlen. Wer sein Portfolio hingegen selbst verwaltet, übernimmt auch die Verantwortung für dessen laufende Betreuung. Doch woran erkennt man eigentlich, ob das eigene Depot mehr Aufmerksamkeit benötigt?
Wann lohnt sich ein Termin beim «Anlagearzt»?
Die gute Nachricht: Sie müssen dafür nicht täglich Börsenkurse verfolgen. Es gibt jedoch einige Anzeichen dafür, dass die Betreuung der eigenen Anlagen anspruchsvoller geworden ist. Treten mehrere der folgenden Symptome auf, lohnt es sich, die eigene Anlagestrategie oder die Organisation der Betreuung genauer zu hinterfragen. In solchen Fällen kann der «Anlagearzt», also die Beraterin oder der Berater der DC Bank, helfen.
Symptom 1: Sie verbringen Nächte am Computer
Ihr Familienleben leidet. Sie schlafen zu wenig, sind dauernd übermüdet. Sie träumen von Börsenkursen. Das Immunsystem leidet: Sie werden mit der Zeit häufiger krank.
Symptom 2: Sie lesen nur kostenlose News
Gut investieren bedeutet vor allem, sich perfekt zu informieren. Nicht mit Informationen aus den Boulevardmedien, sondern mit tiefen Marktinformationen. Diese erhält man oft nur auf Englisch von spezialisierten Anbietern. Recherchen sind wichtig: Sie sollten nur in Produkte, Märkte und Firmen investieren, wenn Sie deren Angebote und Strategie verstanden haben.
Symptom 3: Sie vergessen Ihre Anlagen
Lieber gar nichts tun ist zwar eine sinnvolle Strategie für Laien, aber der Profitabilität kaum förderlich. Mit einer professionellen Betreuung mit langem Anlagehorizont lässt sich für das gesamte Portfolio mehr herausholen.
Symptom 4: Sie werden emotional
Die Märkte sind kein einarmiger Bandit. Es bringt aus Erfahrung nichts, wenn Sie mehrmals täglich klopfenden Herzens die Kurse prüfen und sofort auf Ausschläge reagieren. Nach Gefühl, statt nach einem klaren Plan mit definierten Regeln zu investieren, ist ein hohes Risiko. Bei Verlusten reagieren Sie ebenso emotional, werden handlungsunfähig oder verdoppeln Positionen, «um Verluste zurückzuholen».
Symptom 5: Sie geraten in den Steuerfokus
Wer selbst anlegt, kann durchaus plötzlich zu erfolgreich sein. Dann prüft die Steuerverwaltung, ob die Gewinne noch als steuerfreie private Kapitalgewinne gelten. Faustregel: Wer langfristig hält, wenig handelt, die Gewinne nicht für den Lebensunterhalt einsetzt, keine Kredite zum Spekulieren aufnimmt und Derivate nur zur Absicherung einsetzt, ist vermutlich auf der sicheren Seite.
Symptom 6: Sie favorisieren Einzeltitel, Themen oder Währungen
Diversifikation schützt Ihre Investition weit besser als einzelne «Lieblinge». Das bedeutet: Sie müssen Ihre Anlagen im Portfolio durchdacht zusammenstellen und periodisch am Risikoprofil ausrichten. Sie ahnen es: Das braucht Zeit und Fachwissen.
Symptom 7: Sie gehen all in
Rendite ergibt sich nicht aus dem Risiko, sondern aus einer klugen Anlagestrategie. Es braucht definierte Limiten z. B. für maximale Verluste oder Positionsgrössen. Immer im Blick: die Liquidität. Konsequentes Monitoring mit Umsetzungsdisziplin minimiert das Risiko und optimiert die Renditechance.
«Ein stufenweises Upgrade ist der pragmatische Weg»
Kurzinterview mit Marc Schuler.
Ist die Selbstverwaltung eines Anlageportfolios der richtige Weg? Kundenberater Marc Schuler über das Upgrade in die Vermögensverwaltung.
Interview: Bruno Habegger
Wie unterstützt die DC Bank, wenn Kunden ihr Depot selbst verwalten?
Bei Execution Only erhalten Sie eine bewährte und laufend weiterentwickelte Infrastruktur zum selbstständigen Handeln und den Zugang zu einer breiten Palette von Finanzinstrumenten. Sie entscheiden, und wir setzen zuverlässig um. Unsere Handelsabwicklung ist bei unserem Ausführungsauftrag «Execution Only» sehr kosteneffizient.
Was macht die Vermögensverwaltung der DC Bank besser als ein privater Anleger oder eine private Anlegerin im Nebenjob?
Die Bank arbeitet auf der Grundlage einer konsequenten und diszipliniert umgesetzten Strategie, die zuvor gemeinsam mit der Kundin oder dem Kunden im Beratungsgespräch erarbeitet wurde. Sie enthält klare Risikolimiten und wird professionell beobachtet. Anlageentscheide werden dabei nicht von einer einzelnen Person getroffen, sondern im Anlagekomitee diskutiert und beurteilt. Dadurch fliessen unterschiedliche Perspektiven, Fachwissen und Markteinschätzungen in den Entscheidungsprozess ein. Diese Kombination aus Struktur, Erfahrung und professioneller Analyse kann eine einzelne Anlegerin oder ein einzelner Anleger im Alltag kaum abbilden.
Ihre drei besten Tipps für Selbstverwaltende?
Harte Leitplanken sind das Wichtigste. Diese grenzen Risiko, maximale Verluste, Positionsgrössen und den Zeithorizont ein. Weiter sollte man die alte Regel beherzigen, nur dann zu investieren, wenn man das Produkt verstanden hat. Komplexität beherrschen bedingt viel wirtschaftliches Fachwissen. Mein dritter Tipp: Legen Sie fest, wann Sie sich Hilfe holen. Ein Wechsel in die Vermögensverwaltung mit professioneller Rückendeckung durch unsere Expertinnen und Experten ist immer möglich. Und in der Vermögensverwaltung übernehmen wir die Steuerung eines Portfolios komplett.
Kann man alleine überhaupt noch den Durchblick haben?
Ja, aber nur mit Aufwand, Struktur und Selbstdisziplin. Was soll man zum Beispiel mit dem jüngsten Börsenabsturz eines Unternehmens anfangen, das eigentlich im Markt gut performt und beliebt ist? Wer wenig Zeit hat oder die Märkte nicht regelmässig und mit kühlem Blick verfolgen kann, für den ist ein betreutes Mandat oft die bessere Lösung. Ein pragmatischer Weg kann sein, mit einem klar begrenzten Anlagebetrag erste Erfahrungen in der Selbstverwaltung zu sammeln und bei steigender Komplexität oder Belastung unkompliziert in die Vermögensberatung oder Vermögensverwaltung der DC Bank zu wechseln.
5 Gründe für ein Upgrade in die Vermögensverwaltung
- Professionelle Strategie
Klares Risikoprofil und Limiten. Diversifikation verhindert Klumpenrisiken. Keine emotionalen Fehler
Steuerung nach Regeln, keine hektischen Reaktionen auf Ausschläge.Die Kombination von Daten und Expertise
Dauerhaftes Beobachten und Auswerten von Daten. Durch Mensch und KI.Entlastung
Schnelles Upgrade in die Vermögensberatung oder -verwaltung reduziert Komplexität und steigert die Profitabilitätsschancen.Ganzheitliche Sicht
Die DC Bank-Beratung geht das Thema Anlegen ganzheitlich an – als Teil der Finanz- und Vorsorgeplanung.
Disclaimer
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