Wer über Jahre oder gar Generationen anlegt, folgt oft dem Prinzip «Buy and Hold». Doch «Anlegen und Vergessen» greift oft zu kurz. Besser lautet die Devise: Anlegen, prüfen – und danach wieder vergessen, bis zum nächsten Jahr.
Der Portfolio-Check bietet die Chance, den Kurs neu zu bestimmen und die Balance zu wahren. Konkret bedeutet das: das eigene Risikoprofil überprüfen, das Portfolio entsprechend anpassen und sich fragen, wie die finanziellen Pläne für die kommenden Jahre aussehen.
Die wichtigsten Fragen beim Portfolio-Check:
- Passt meine aktuelle Anlagestrategie noch zu meinen Zielen?
- Wie breit ist mein Portfolio diversifiziert?
- Bin ich zu risikoarm, zu risikohaft oder zu einseitig investiert?
- Welche Chancen oder Risiken sehen die Anlagespezialistinnen und Anlagespezialisten für 2026?
- Gibt es Optimierungspotenzial bei den Leistungen und Gebühren?
- Stehen Ertrag, Risiken und Flexibilität in einem gesunden Verhältnis zueinander?
Unkompliziert und kostenlos
Für den Portfolio-Check genügt die Zustellung Ihres Depotauszugs. «Wir erstellen eine gesamtheitliche Sicht über das ganze Kundenportfolio, unabhängig vom Finanzinstitut», sagt Daniel Rösch, Leiter Investment Center der DC Bank. Eine Vorbereitung auf das anschliessende Beratungsgespräch braucht es nicht. Der Portfolio-Check erfolgt nach klaren Richtlinien. Wenige Tage nach dem Gespräch bekommen Sie eine verständliche Empfehlung über alle Anlageklassen hinweg. Selbstverständlich ist dieses Angebot unverbindlich und kostenlos.
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Neue Themen und Perspektiven
Der Portfolio-Check ist auch der Moment, um eventuell neue Interessen einzubinden – etwa nachhaltige Anlagen oder Themenfonds. Denn Lebenseinstellungen und Werte verändern sich. Zudem ist der Check-up der passende Moment, um sein eigenes Risikoprofil zu überprüfen (siehe Kasten).
Risikoprofil anpassen
Die meisten Anlegerinnen und Anleger investieren oft zu defensiv (z.B. mit einem geringen Aktienanteil) – und verpassen dadurch Renditechancen. Entscheidend für ein passendes Risikoprofil als Basis für die Anlageentscheide ist ein transparenter Austausch über die Ziele der Geldanlage. Unsere Kundenberatenden kennen ihre Kundschaft teilweise seit Jahrzehnten und können sie bei der Einschätzung ihres Risikoprofils unterstützen. Das Anlegerprofil besteht aus der Risikobereitschaft (subjektive Einstellung der Anlegerin/des Anlegers) und der Risikofähigkeit (objektive Faktoren wie z.B. die aktuelle finanzielle Situation). Weiter ist der Anlagehorizont entscheidend. Je länger dieser ist, desto höhere Schwankungen können getragen werden.
Kurzinterview
mit Daniel Rösch
«Gesamtheitliche Sicht über Risiken, Kosten und Leistung»
Daniel Rösch, Leiter Investment Center der DC Bank, über die Chancen eines Portfolio-Checks.
Interview: Bruno Habegger
Was bringt der Portfolio-Check den Anlegerinnen und Anlegern?
Er schafft Transparenz und bringt Sicherheit: Das Portfolio passt zu den eigenen Zielen und der Risikobereitschaft. Wir überprüfen zudem die Kostenstruktur (Total Expense Ratio). Diese wichtige Kennzahl zeigt alle Kosten eines Investmentfonds oder ETFs auf. Je höher die sogenannte TER, desto geringer die Rendite.
Unsere Kundinnen und Kunden profitieren von Vermögensdienstleistungen aus einer Hand. Mit unserem «Best-in-Class»-Ansatz stellen wir sicher, dass nur die besten Produkte in allen Anlageklassen eingesetzt werden – und schützen so vor teuren Lösungen mit geringer Leistung.
Was könnten die Kundinnen und Kunden für 2026 anpassen?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Im Beratungsgespräch thematisieren wir aktuelle Entwicklungen und mögliche Anpassungen der Anlagestrategie. Beispielsweise könnte eine Dividendenstrategie eine sinnvolle Lösung sein, um regelmässige Erträge zu sichern und die Risiken dank der Investition in Top-Aktien (Blue Chips) möglichst tief zu halten. Möglicherweise wird auch zu stark oder zu wenig in globale Werte angelegt, oder die (versteckten) Währungsrisiken rauben zu viel Performance.
Bringt der Portfolio-Check weitere Mehrwerte?
Ja. Man kann zwar auch in Zukunft mit einem langen Anlagehorizont den Ansatz «Anlegen und Vergessen» praktizieren, sollte aber gleichwohl regelmässig das eigene Portfolio auf Veränderungen abstimmen. Dazu gehört zum Beispiel der Einbezug der Altersvorsorge. Themen wie Pensionskasse, überobligatorische Vorsorgelösungen, oder die Säule 3a werden spätestens ab 50-jährig besonders relevant, weil sie die Anlagestrategie beeinflussen.
In jüngeren Jahren steht die gesamtheitliche Sicht über Risiken, Kosten, Steueroptimierungen und Anlagethemen im Vordergrund – damit der Ertrag später stimmt.
Unser Experte
Daniel Rösch
Seit Januar 2025 leitet er das Investment Center der DC Bank und ist mitverantwortlich für die Anlagestrategie. Er ist in seiner Rolle Mitglied in mehreren Anlagekomitees. Zuvor war er für die Valiant Bank und Regiobank Solothurn tätig. Der Solothurner lebt mit seiner Frau und zwei Teenagern in Riedholz SO. Er geniesst in seiner Freizeit sportliche Läufe.
Daniel Rösch
Seit Januar 2025 leitet er das Investment Center der DC Bank und ist mitverantwortlich für die Anlagestrategie. Er ist in seiner Rolle Mitglied in mehreren Anlagekomitees. Zuvor war er für die Valiant Bank und Regiobank Solothurn tätig. Der Solothurner lebt mit seiner Frau und zwei Teenagern in Riedholz SO. Er geniesst in seiner Freizeit sportliche Läufe.
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Disclaimer
Dieser Blogartikel dient ausschliesslich zur Information. Es ist weder Angebot noch Aufforderung für den Kauf oder Verkauf von Produkten. Für Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Gewähr übernommen.